Noch ist Polen nicht verloren oder das (subjektive) polnische ABC: I wie imiona

I wie imiona

Polnische Vornamen (polnisch: imiona) führen meistens ein fröhliches Doppelleben. Offiziell im Personalausweis ist zwar ein bestimmter Vorname eingetragen, aber im alltäglichen Leben kommen viele Kosenamen dazu (siehe auch den Beitrag D wie Diminutiv). Bei den vielen Varianten von Verniedlichungen und teilweise auch Vergrobungen ist es nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Manchmal kann man durchaus zu zweifeln beginnen, ob das immer noch dieselbe Person ist. Ein paar Beispiele anhand von typisch polnischen Namen:

Barbara – Basia, Basieńka, Baśka
Katarzyna – Kasia, Kasieńka, Kachna, Kaśka
Magdalena – Magda, Madzia
Aleksandra – Ola, Oleńka, Olusia, Olka
Elżbieta – Ela, Elunia, Elżunia, Elżbietka, Elka
Zofia – Zosia, Zosieńka, Zośka
Joanna – Joasia, Asia, Aśka

Piotr – Piotrek, Piotruś
Jakub – Kuba, Kubuś
Wojciech – Wojtek, Wojtuś
Dariusz – Darek, Daruś
Grzegorz – Grzesiek, Grześ
Krzysztof – Krzysiek, Krzyś
Tadeusz – Tadek, Tadzio, Tadzik

Für die richtige Aussprache auf Polnisch siehe den Beitrag H wie Häkchen, Striche und Co.

Laut dem polnischen Innenministerium gehören momentan allerdings folgende Vornamen zu den beliebtesten:
Männlich: Jakub, Szymon, Kacper, Filip, Michał, Mateusz, Bartosz, Wojciech, Adam, Wiktor
Weiblich: Julia, Maja, Zuzanna, Lena, Wiktoria, Amelia, Oliwia, Aleksandra, Natalia

Für sowohl private als auch geschäftliche Kontakte mit Polen, sollte man wissen, dass der Namenstag (polnisch: imieniny), besonders bei der älteren Generation, sogar mehr als der Geburtstag gefeiert wird. Namenstage sind ein fester Bestandteil des polnischen Kalenders. Einen Kuchen für Kollegen und Mitarbeiter im Büro gibt es fast ausschließlich zum Namenstag, ziemlich selten zum Geburtstag.

Standardglückwünsche zum Namenstag auf Polnisch:
Wszystkiego najlepszego z okazji imienin!

*Mit den Worten „Noch ist Polen nicht verloren” (Jeszcze Polska nie zginęła) beginnt die polnische Nationalhymne Mazurek Dąbrowskiego.
Im Deutschen wird mit diesem Satz zum Ausdruck gebracht, dass eine fast hoffnungslose Situation doch noch gerettet werden kann (jegliche Ähnlichkeit mit der polnischen Geschichte sowie der Geschichte rund um die polnische Nationalhymne ist hier selbstverständlich kein Zufall).

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